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Thema: Alles und nichts ...

  1. #1
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    Standard Alles und nichts ...


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    Hallo zusammen,
    Ich bin 33 Jahre alt, männlich und neu bei euch.
    Meine Beweggründe sind unterschiedlich, zum einen möchte ich Erfahrung austauschen und zum anderen suche ich irgendwie eine Erleichterung, jemand der sagt „mir gehts genau so“ oder einfach nur „es wird wieder“.

    Nun zu meiner Geschichte - kurz oder Lang ?

    Ich erzähle einfach

    Ich lernte vor 8 Jahren eine tolle Frau kennen mit welcher ich ein wundervollen vierjährigen Sohn habe (Getrennt seit Juli). Beruflich bin ich ebenfalls seit knapp 8 Jahren in einer Führungsposition. 2010 war mein Jahr.

    Vor 2 Jahren fang die Beziehung an zu bröckeln und ich merkte das mein Leben wie ich es wollte, erträumte, zerfällt. Ich wurde immer unglücklicher bis hin zum zwanghaften aufrechterhalten dieser Beziehung, des Kindes wegen.

    Dann ging es los, Magenkrämpfe, Darmprobleme. Ab zum Arzt, dort wurde dann gesagt zu viel Stress „Reizdarm“.
    Es ging weiter mit innere Unruhe, ab und an so ein bissel Herzklopfen. Also wieder zum Arzt. Da meinte Frau Doktor ich soll ruhiger treten, mal eine Pause machen und mit jemand reden (Psychologe).
    Und eher ich mich versah hatte ich plötzlich ein „Schlaganfall“ (Dachte ich), ab ging’s zur Notaufnahme, volles Programm. „Strok Unit“ für 48h. MRT Kopf, CT 2x Kopf, Ultraschall, EKG, 2x Blutbild - Ergebnisse brauche ich euch nicht sagen, denke ich. Also wieder nach Hause. Psychologe wahrgenommen. Therapie war auf Ursache ausgelegt, gemeinsam ein Auslöser bzw Parallelen finden.

    Es war in der Tat meine Beziehung.
    In der Zwischenzeit wurden die „Anfälle“ immer häufiger. Am Anfang war es recht ungewohnt, aber ich habe mich „daran gewöhnt“.
    Wenn ich merkte das es los geht (Schweiz Hände, Trockener Mund, Kribbeln in den Armen) habe ich mir innerlich immer gesagt „komm doch“ „du holst mich nicht“ (unterdrück bringt nix).

    Die Attacken veränderten sich irgendwie, es war nicht mehr nur das Gefühl ich falle um, ich verliere die Kontrolle, ich ersticke, mein Herz bleibt stehen. Nein, es wurde irgendwie so viel mehr, so unreal als würde ich aus einer anderen Perspektive schauen.

    Mein größeres Problem sollte aber erst kommen. „Somatoforme Autonome Funktionsstörung“ F45.3

    Anfang 2017 (Februar)bekam ich Massive Oberbauch Schmerzen. Magenspiegelung (nichts!) April Unterbauch schmerzen, mal Durchfall, mal Tage lang nichts. Koloskopie (nichts!) Es folgten Besuche bei diversen Internisten und Hausärzte - immer im Gepäck der Gedanke einer ernsthaften Erkrankung. Der Bauch wurde zunehmend besser, aber ich hatte plötzlich (Juni) Atemprobleme, Husten, Schmerzen in der Brust, Rückenschmerzen. Röntgen und Pulmologe (nichts!) Habe trotzdem nach 18 Jahren das Rauchen aufgegeben. Im Oktober habe ich mich dann in der PIA angemeldet. Bin dort auch in Behandlung. Und trotzdem ... November, ich kann nicht mehr schlucken, hatte alle Symptome die einer Erkrankung der Schilddrüse mit sich bringt (sogar 6kg abgenommen).
    Radiologie und Blut (nichts!)
    Nun haben wir 2018 ... ich habe nach wie vor Panikattacken, Rückenschmerzen und seid neustem (14tage) Herzklopfen, aber so richtig. Ich kann mich eigentlich an kein Tag erinnern seid Jan. 2017 - wo ich sagen würde „ich habe keine Wehwehchen“ oder besser noch ... wo ich nicht mal drüber nachdenken muss. Ich habe seid Juni täglich Rücken. Momentan habe ich auch den Verdacht auf Histamin - aber ich habe schon so viel „Verdacht“ gehabt ... ich weiß nicht mehr was ich denken, fühlen und glauben soll.

    Ich habe seit November eine neue Lebensgefährtin, welche mich wirklich aufbaut - gut tut. Aber ich komme aus diesen Kreis einfach nicht raus. Und jedes Mal denke ich aufs neue „ich Sterbe“.

    Jetzt habe ich soviel geschrieben (hat gut getan) das es mir leid tut, das dass einer lesen muss.





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  2. #2
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Alles und nichts ...

    Herzlich Willkommen.

    Schluckbeschwerden waren mein erstes Symptom der Angsterkrankung.
    Wurde auch auf Schilddrüse untersucht und nichts gefunden.

    Irgendwann ging das dann weg und wurde durch andere Symptome ersetzt.
    Magen-Darmprobleme und nichts schlimmes gefunden.

    Wenn du durchgecheckt bist und immer noch Probleme hast gehe den psychosomatischen Weg, also Psychotherapie, Medikamente oder beides zusammen bevor sich alles chronifiziert.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  3. #3
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Alles und nichts ...

    Was du beschreibst, haben wir alle mehr oder weniger auch durchgemacht.
    Hier ist es enorm wichtig zu akzeptieren, dass man psychisch krank ist, am besten mit Hilfe eines Psychologen.
    Denn sonst wird es eine never ending Story und du wirst immer wieder neue Symptome entwickeln, die zwar "nur" somatoformer Natur sind, dich aber immer weiter in die Angst treiben.

  4. #4
    Administrator Benutzerbild von Hope
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    Standard AW: Alles und nichts ...

    Herzlich Willkommen

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, von selbst löst sich das nicht auf.

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Themenstarter

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    Standard AW: Alles und nichts ...

    Ich war von Mai bis Oktober bei einer Psychologin (außerhalb) und seid Oktober in der Psychischen Institut Anstalt. Ich habe auch eigentlich begriffen das es psychisch ist. Aber es kommen immer wieder Tage wo ich es in Frage stelle. Meine PA habe ich im Griff, aber die Somatischen Geschichten machen mich fertig. Den Wechsel der Symptome zeigt mir das alles psychisch ist. Aber ich habe zb. seid 6 Monaten an ein und der selben stelle Rückenschmerzen ... 5/6. Wirbel BWS. Thorax Röntgen ergab nichts ... ist das auch somatisch ? Hat das noch wer ? Habe jetzt ein orthopäditermin. Mal sehen.


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  6. #6
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Alles und nichts ...

    Ich habe auch oft Rücken. Das kommt von der Anspannung, von der angespannten Haltung die man unbewusst einnimmt. Ängste machen auf jeden Fall körperliche Symptome.
    Wenn neue auftreten sollte man sie schon abklären lassen, wenn jedoch keine körperlichen Ursachen gefunden werden, dann muss man es in die Akte "Ängste" legen und versuchen nicht daran zu denken.

  7. #7
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Alles und nichts ...


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    Natürlich gibt es auch psychische und physische Beschwerden in Einheit. Oft kann man das nicht so voneinander trennen.

    Entscheidend ist wohl, wie es einen belastet. In der Regel findet man sich relativ schnell mit physischen Erkrankungen ab und kann damit umgehen.

    Hat man ständig Angst vor den möglichen schlimmen Ursachen einer Beschwerde, die ärztlich nicht abgeklärt werden kann, dann ist es wohl eher psychisch.
    Liebe Grüße
    Lutz

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