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Thema: Einmal die ganze Palette 🤪

  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Standard Einmal die ganze Palette 🤪


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    Hallo Zusammen 🙋🏻

    Stelle mich gerade mal vor. Ich bin 40. Mama von zwei Söhnen 13. und 7. glücklich verheiratet - also die besten Voraussetzungen ein glückliches und erfülltes Leben zu führen .... tja eigentlich...
    Alles begann extrem zu werden vor gut 4 Jahren. Meine erste Panikattacke mitten auf der Autobahn alleine mit einem Kind. Ich dachte ich müsste sterben mir wurde schlecht schwindelig ich könnte meine Arme kaum noch spüren, mein Herz raste und ich bekam kaum noch Luft. Innerhalb von Tausendstel Sekunden war mein bisheriges Leben vorbei und die panische Angst egal was passiert mein Kind darf nicht auf die Autobahn laufen.

    Von da an kamen die Panikattacke immer mehr, immer stärker. Erst nur beim Autofahren, dann in engen Räumen, mit Menschen ohne Menschen und gehäuft auch gerne mal ohne konkreten bzw. ersichtlichen Auslöser.

    Es folgte ein Ärztemarathon. Ergo Patienten gesund bis auf eine generalisierte Angststörung und Panikstörung - aha ich verstand nur Bahnhof. Also ab zur Verhaltenstheraphie das hat soweit erstmal geholfen einen Plan zu bekommen.
    Jobwechsel wegen entstressung. Gekündigt in der Probezeit wegen den Panikattacken ( kommen in der Arztpraxis nicht so gut an 😬 ).

    Supergau tritt ein stationärer Klinikaufenthalt 🤪 da fällt zu ersten Mal auch das Wort Depressionen.

    Wieder zuhause guten Mutes und gefestigt. Neuer Job 👍🏼, Therapie 👍🏼 .... für ein knappes Jahr war meine Welt fast in Ordnung bis auf tolerierbar Kleinigkeiten.
    Dann Panikattacken vermehrt auf der Arbeit, massive innere Unruhe, Tinnitus, Lungenentzündung, Stress totaler Zusammenbruch Anfang Juni nur noch zittern, Panik, heulattacken ich kam eine Woche garnicht mehr runter.

    Entscheidung : es führt kein Weg um die Klinik rum.
    Jetzt sind wir bei schweren Depressionen angelangt, generalisierte Angststörung, Panikattacke und eine Körperwahrnehmungsstörung - Frau gönnt sich ja sonst nix.
    Nachdem ich eine Woche auf Reha war hab ich die Kündigung per email bekommen obwohl mir versichert wurde das mein Job sicher ist 🧐

    Jetzt bin ich seit 6 Wochen zuhause. Soll im Mai nochmal in die Klinik.
    Ja mir geht es so lala würde gerne arbeiten, aber soll ja nicht. Mal geht es ok, dann gibt es die ganz beschissenen Tage und immer die Angst oder Frage : werde ich jemals einfach normal sein 🙁

    So also soviel in Kürze zu mir 🙋🏻

  2. #2
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Einmal die ganze Palette 🤪

    Hallo Adriana.
    Dein Problem scheint sich aus dem Arbeitsprozess zu entwickeln.
    Entnehme ich zu mindestens Deinem Beitrag.
    Der Bezug zwischen Angst und Arbeit ist nicht zu übersehen.

    War bei mir ähnlich. Mir hat dann die Entstressung geholfen, erstmal über die Runden zu kommen und den Vorruhestand zu erreichen.
    Dazu ärztliche Hilfe mit Medikament und achtsamer Umgang mit mir selbst.
    Dann Rückeroberung meines Lebens und dann Angstfreiheit.
    Naja, ein bissel was bleibt immer und wartet so auf die Schläge, die das Leben nun mal aus dem Gleichgewicht wirbeln können.
    Wünsche einen guten Austausch.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Dominik
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    Standard AW: Einmal die ganze Palette 🤪

    Hallo Adriana,

    herzlich willkommen bei uns. Ich finde es erstaunlich wie ähnlich solche Erkrankungen immer ablaufen. Ich hatte auch mal eine Zeit, in der es mir, nach meinem Vorfall, wieder sehr gut ging. Und dann kam alles wieder zurück. Bei mir war es damals auch dieser eine Zeitpunkt der alles verändert hat. Panikattacken ohne Ende. Dann geht es wieder und dann fällt man doppelt so tief.

    Ich stelle mir auch oft die Frage ob ich jemals wieder "normal" sein oder gesund sein werde. Und eigentlich steht die Antwort ja schon fest. Nein! Das werde ich nicht mehr. Viel mehr geht es mir mittlerweile darum mit der Krankheit zu leben. Gut damit klar zu kommen. Rückschläge in Kauf zu nehmen.

  4. #4
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Einmal die ganze Palette 🤪

    Hallo Adriana,
    du beschreibst einen typischen Ablauf einer Angststörung. Ich nehme an, dass körperlich alles abgeklärt wurde?
    Nimmst du Medikamente ?
    Mal geht es ok, dann gibt es die ganz beschissenen Tage und immer die Angst oder Frage : werde ich jemals einfach normal sein ��
    Naja, du bist normal auch mit der Störung.
    Ich schließe mich Dominik und Lutz an - man muss versuchen mit der Störung zu leben. Das kann man lernen, ist sicher nicht einfach, aber es geht.
    Helfen dir die Aufenthalte in der Klinik?

  5. #5
    Administrator Benutzerbild von Hope
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    Standard AW: Einmal die ganze Palette 🤪


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    Herzlich Willkommen, Adriana!

    Man sollte tatsächlich versuchen, die Störung erstmal anzunehmen, was aber nicht heißt, dass alles so gruselig bleibt, wie es jetzt für dich ist! Und was auch nicht bedeutet, sich zurückzuziehen und für krank zu erklären.

    Auch wenn grundsätzlich eine gewisse Angstanfälligkeit zurückbleibt, wird sich das Ganze zum "Normalen" hin verändern. Bei mir war es so, dass die Panikattacken ihre Spitze verloren und irgendwann die Sicht auf die Dinge wieder positiver wurde - ganz wichtig, denn die Depression, die der Angst oft folgt, macht das eigentliche Problem. Das ging ein paar Jahre ohne Medikamente, aber es gab auch Phasen, wo Medikamente nötig waren. Antidepressiva nehme ich jetzt schon sehr lange und ich bleibe auch dabei - aber das ist mein Weg.

    Jeder muss da seinen Weg finden, wichtig ist, du hast einen guten ärztlichen Ansprechpartner, der dich kompetent unterstützen kann in der ersten Zeit.

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