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Thema: Ich wünsche mir Hilfe.

  1. #1
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    Standard Ich wünsche mir Hilfe.


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    Hey meine Lieben.

    Mein Name ist Isabell, bin 19 Jahre alt und leide bereits seit 5 Jahren an Depressionen und seit ungefähr 4 zusätzlich an einer Angststörung.
    Ich nehme seit 4 Jahren täglich ein Antidepressivum.

    Ich melde mich hier zu Wort, weil ich seit nun mehr einem Jahr nur sporadisch Therapie habe (vorher hatte ich am Stück Therapie - damals erst in einer Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie und danach bei einer wunderbaren Therapeutin).
    Da ich nun umgezogen bin, habe ich hier seit einem Jahr keinen Therapeuten und erst ab Februar einen in Aussicht.
    Ich schlage mich damit also alleine durch, mein Freund hilft mehr jedoch viel dabei.

    Das Problem: Er ist momentan auf Seminarfahrt und ich habe grade ein schreckliches Tief. Meine letzte Episode ging 4 Monate, aber ich habe auch diese überstanden - und ich weiß auch, dass es immer weiter geht.
    Aber just in diesem Moment bin ich einfach fertig mit der Welt. Ich bin total überlastet, schlafe schlecht und kann nicht mehr einen klaren Gedanken fassen und bin dazu dann auch noch ganz allein. Meine Familie lebt hier nicht, ich hab aber bereits mit ihnen telefoniert.

    Mich schüttelt ein Heulkrampf nach dem nächsten, ich bin unheimlich wütend auf alles und jeden (mal wieder ohne Grund) und musste mir das jetzt einfach von der Seele reden und euch fragen: Was kann ich tun? In die Klinik möchte ich nicht wieder, weil ich es alleine meistern kann... ich brauche nur einen Ratschlag.

    Verzeiht, wenn ich sinnlos einen Thread geöffnet habe.. Ich bin neu hier.
    Aber ich brauche jetzt einfach Hilfe von Menschen, die diese Gefühle kennen und will nicht ewig rumsuchen.

    Liebe Grüße.

  2. #2
    Rechtschreibbeauftragte Benutzerbild von Talisa
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Hallo Isabell,

    Willkommen im Forum!

    Kannst du irgendwas tun was dir guttut? Lesen, baden, Wohnung dekorieren etc.? Oder einfach mal auf ein Blatt Papier schreiben was für Gedanken dir so durch den Kopf gehen...

    Gehst du tagsüber zur Arbeit oder bist du auch dann alleine in der Wohnung?

    Liebe Grüße
    Talisa


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  3. #3
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Welche Medikamente nimmst du?
    Bist du in psychiatrischer Behandlung?

  4. #4
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    Themenstarter

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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Ich nehme Mirtazapin, aber nur 7,5 mg. Schon seit Ausbruch der Krankheit. In einer schlimmen Phase hab ich 15 mg genommen, aber mehr noch nie. Es ging bei mir vorallem um das Zunehmen und um das Schlafen (ich hatte starkes Untergewicht und kaum noch geschlafen). Ich habe auch schon lange das Gefühl, nicht mehr richtig eingestellt zu sein, mit meinem Medikament.

    Ich arbeite tagsüber in einer logopädischen Praxis und dadurch auch viel mit Schlaganfallpatienten zusammen - damit konnte ich eines Erachtens nach gut umgehen, aber das trägt sicherlich auch noch dazu bei.
    Jedoch hatte ich auch schon schlimme Tiefs, wo ich noch nicht in der Praxis war..

    Ich stricke viel, um mich auf was anderes zu konzentrieren oder backe..
    Aber mich lenkt einfach nichts mehr ab. Meine schlechten Gedanken und Gefühle sind so präsent, ich hab das Gefühl, ich kann sie nicht mehr kontrollieren, geschweige denn mich ablenken.

    Ich sitze nur noch auf meiner Couch und starre Wände an, zu etwas anderem habe ich kaum noch die Kraft. Zu Hause müsste ich eigentlich so viel erledigen, aber ich komme zu nichts, weil mir der Antrieb fehlt.

    Aber auf Arbeit verhalte ich mich, als wäre gar nichts. Und sobald ich zu Hause bin, breche ich förmlich zusammen.

    Ich bin völlig fertig.
    Meine neue Therapie kann ich ja erst ab Februar besuchen..

    Liebe Grüße.

  5. #5
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Hmm.. und wenn du tatsächlich noch mal das Medikament erhöhst? Vielleicht könnte das etwas helfen!?


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  6. #6
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Mirtazapin wirkt in erster Linie beruhigend und hilft bei Schlafproblemen.

    Was Du jetzt brauchst wäre ein SSRI Antidepressivum ...
    Ich sitze nur noch auf meiner Couch und starre Wände an, zu etwas anderem habe ich kaum noch die Kraft. Zu Hause müsste ich eigentlich so viel erledigen, aber ich komme zu nichts, weil mir der Antrieb fehlt.
    .. das puscht und vermindert die negativen Gedanken.
    Spreche bitte mit deinem Arzt darüber.
    Ich nehme auch Mirtazapin in Kombination mit einem SSRI.

  7. #7
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Sehe ich auch so, geh zum Facharzt und lass dich neu einstellen. Es hilft dir nichts ein unterdosiertes und vielleicht auch für deine Situation nicht optimales Medikament zu nehmen. Denn wenn man sich schon auf Medikamente einlässt, dann sollten sie auch helfen, meine ich.
    Ansonsten, wie sieht es aus mit Sozialkontakten, Leuten mit denen du mal was unternehmen könntest?
    Und wie ist es mit Sport/Bewegung?

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Dominik
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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.

    Wie sieht es denn mit spazieren, Wandern aus? Mir hilft es in Krisensituationen oft wenn ich am Waldweg spazieren gehe. Dazu fehlt mir dann auch oft der Antrieb aber sobald ich ein paar Meter gegangen bin und mich über die Natur erfreue, geht es mir besser.

  9. #9
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    Themenstarter

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    Standard AW: Ich wünsche mir Hilfe.


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    Danke für eure Antworten!
    Ich werde nächste Woche zum Arzt gehen und darüber sprechen, dass mein Medikament mir nicht mehr wirklich hilft.

    Mirtazapin ist zum schlafen wirklich super und darauf kann ich momentan eigentlich nicht verzichten. Ich habe mich mit dem Medikament auch "angefreundet" und ich weiß nicht, ob ich mich wirklich durch die verschiedenen Sachen durchtesten will. Aber vielleicht kann ich auch so eine Art "Kombi" nehmen, das ist sicherlich ein guter Weg.

    Ich habe schon viele soziale Kontakte, bin auch ein sehr geselliger Mensch. Aber ich zeige meine Depressionen auch eher selten. Eigentlich nur vor meinem Freund oder meiner Familie. Ich möchte nicht, dass meine Freunde das alle so genau wissen...Versteht ihr? Viele wissen damit auch nichts anzufangen, weil ich ja noch so "jung" sei oder das ja auch nur eine Phase sein kann und das ja wieder vorbei geht, einfach so, wenn man sich positive Gedanken macht.

    Mir fehlt halt auch immerzu der Antrieb, um überhaupt etwas zu unternehmen...Mein Freund muss mich regelrecht zwingen, aber dafür bin ich ihm eigentlich dankbar. Wenn ich dann mal was unternehme, habe ich schon viel Spaß. Aber das nächste Mal ist es wieder so: "Neee....ich bleib lieber zu Hause auf meiner Couch."

    Liebe Grüße!

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